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Pilotprojekt Doppeldiagnosebehandlung |
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Angebot öffnet sich für Suchtmittelabhängige mit Doppeldiagnose Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern und in Zusammenarbeit mit dem Psychiatriezentrum Münsingen – seit 2007 zuverlässiger medizinischer Partner der Klinik Selhofen – startete Anfang 2010 ein dreijähriges Pilotprojekt. Die Doppeldiagnosebehandlung unterscheidet sich von anderen Angeboten der Suchthilfe des Kantons Bern primär durch die Integration der professionellen psychiatrischen Behandlung in die Suchttherapie und deckt damit eine Lücke ab, die sowohl in der Suchthilfe als auch in der Sozialpsychiatrie besteht. Eine interessante Herausforderung und für die Klinik Selhofen Gelegenheit, ihre Erfahrung und Professionalität unter Beweis zu stellen. Die Zielgruppe umfasst Personen mit Komorbidität, also ein gleichzeitig vorliegendes Suchtproblem und mindestens eine weitere psychiatrische Diagnose. Wobei es sich bei den Zusatzdiagnosen vorwiegend um Depression, Angst- und Persönlichkeitsstörungen handelt (nach ICD-10: F1 zusammen mit F3, F4 oder F6). Behandlungselemente sind psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, psychosoziale Beratung, pflegerische/milieutherapeutische Betreuung, Arbeits- und Aktivierungsprogramm, soziale (Re-)Integration sowie Aussenorientierung. Die Aufnahme erfolgt nach einem Indikationsgespräch mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin, die Indikationsstellung anhand der Zielgruppenkriterien während des Entzugs oder in Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen. Akute Selbst- und Fremdgefährdung oder akute Dekompensation in Bezug auf die psychiatrische Grunderkrankung (u.a. floride Psychose, manische Dekompensation, schwerste depressive Phase) überschreiten den Rahmen der Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik Selhofen. Für das Pilotprojekt stehen vier Betten zur Verfügung, die Gesamtzahl wird dabei auf 19 Betten erhöht. Behandlungskonzept Download
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